Übersetzen und Dolmetschen von Texten zum Thema:
Israel und Judentum -
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
Im Fokus: Die jüdische Gemeinde in München

Münchner Synagoge Reichskristallnacht in München Frau Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde bei der Grundsteinlegung zum neuen Gemeindezentrum im November 2003 Modell des neuen jüdischen Gemeindezentrums am Jakobsplatz im Herzen Münchens



Ansprache 1 Rede von Elie Wiesel (Englisch-Deutsch)
anlässlich des 50. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz
Ansprache 2 Rede (Deutsch-Englisch): Appell von Auschwitz
Interview Interview (Deutsch-Englisch)
mit Frau Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde
Impressionen Führung durch die Münchner Synagoge
mit Frau Ellen Presser, Leiterin des Kulturzentrums der Israelitischen Kultusgemeinde
Analyse themenspezifische Übersetzungs- u. Dolmetschproblematiken
Glossar Glossar (Deutsch-Englisch) mit Definionen und Anmerkungen
Links weiterführende kommentierte Links zum Thema
Chronik Die jüdische Gemeinde in München
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Wir - ein Übersetzer-/Dolmetscherteam - erhalten den Aufrag Interviews, Reden und Texte zu diesem Thema vom Deutschen ins Englische zu dolmetschen bzw. zu übersetzen. Wie gehen wir dabei vor?
Genau diese in der Ausbildungs- und Berufspraxis typischen Bearbeitugssstufen präsentieren wir Euch als Ergebnis unserer Projektarbeit:
1. Wir benötigen zunächst ein zuverlässiges zweisprachiges Glossar Deutsch-Englisch zum Thema!
Während der hierzu notwendigen Recherche in Printmedien und im Internet erfolgt die Einarbeitung des Übersetzers/Dolmetschers in das Thema, in die verschiedenen inhaltlichen und sprachlichen Facetten und Hintergründe:
  • Sammeln von Reden und Texte zum Thema
  • Extrahieren von immer wiederkehrenden Fachbegriffen und Redefloskeln
  • Ergänzung von Kurzdefinitionen für die wichtigsten Termini
  • ihre Einordnung in die folgenden sieben Sachgebiete:
          Der Nahe Osten: Land und Leute
          Jüdische Gruppierungen u. Strömungen
          Jüdische Religion und Tradition
          Holocaust
          Vergangenheitbewältigung
          Antisemitismus
          Israel und der Nahostkonflikt
          Jüdische Organisationen und Einrichtungen
2. Das Thema Israel/Judentum ist verglichen mit anderen Themenstellungen für den Dolmetscher und Übersetzer eine besondere und schwierige Herausforderung. Inwiefern? Die Antwort findet Ihr auf der Seite Themenspezifische Dolmetsch- und Übersetzungsproblematik .
3. Während des Recherchierens sammeln wir die für unsere Zwecke besonders hilfreichen Links auf einer eigenen Seite. Wir kommentieren jedem Link, so dass bei späterem Recherchebedarf einer präziserer Zugriff erfolgen kann.
4. Um ein möglichst interessantes Bild unseres Themas mit Aktualitätsbezug und Ausblick auf die Zukunft präsentieren zu können, haben wir
(a) ein Interview geführt:
Interview mit Frau Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde in München und
(b) eine Führung durch die Münchner Synagoge geleitet von Frau Presser eingebunden. Synagogenführung mit Frau Presser, Kulturreferentin der Israelitischen Kultusgemeinde in München.
Die jeweils verwendeten Fachbegriffe sind mit dem Glossar verlinkt. An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei Frau Knobloch und Frau Presser bedanken, die uns nicht nur ihre kostbare Zeit opferten, sondern uns auch mit freundlichem Rat bei unserem Projekt unterstützten.
5. Abschließend zeigen wir Euch zwei Reden , die anlässlich des 50. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz Birkenau in gehalten wurde und die Vergangenheit dokumentieren sollen; wir haben diese beiden Rede vom Englischen ins Deutsche (Rede Elie Wiesel) bzw. vom Deutschen ins Englische (Appell von Auschwitz) übersetzt, wobei auch hier die typischen Redephraseologien mit dem Glossar vernetzt wurden.
6. Warum dieses Thema?
Im Jahr 1997 erklärte sich unser Fremdspracheninstitut als einzige Münchner Einrichtung bereit, eine Gedenktafel zu Ehren von Gustav Landauer anbringen zu lassen - alle andere befragten Institutionen lehnten kategorisch ab.

Anbringung der Gustav Landauer-Gedenktafel Anbringung der Gustav Landauer-Gedenktafel

Eine solche Gedenktafel verpflichtet! Sie verpflichtet zu engagiertem Auftreten gegen antisemitische Äußerungen und Übergriffe - zumal in einer Zeit, in der solches Gedankengut scheinbar auf so manchem gesellschaftlichen und politischen Parkett wieder Anklang findet. Informieren, sensibilisieren, aufklären und sich beschäftigen mit dem Thema sind notwendiger denn je.
Die jüdische Gemeinde startet mit der Grundsteinlegung zum Gemeindezentrum im Herzen Münchens einen Neuanfang. Und wir möchten mit unserer Projektarbeit versuchen, die gute Tradition an unserem Institut fortzuführen.

München, Dezember 2003