Impressionen
einer Führung durch die
Münchner Synagoge in der Reichenbachstraße
mit Frau Presser


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Photo von Frau Ellen Presser im Vorsaal der Israelitischen Kultusgemeinde "I am a cultural pragmatist, not too concerned with theory. Communicating Jewish culture, which is what my job is all about, consists therefore of communicating a wide variety of aspects of current Jewish life, ranging from religion and literature to customs and feelings."
(Ellen Presser in: From Horror to Hope. Germany, the Jews and Israel. German Information Center New York)
Ellen Presser
Leiterin des Kulturzentrums der Israelitischen Kultusgemeinde München,
freie Journalistin und Mitherausgeberin von Literatur zum Judentum



Begriffsbestimmung: israelitisch - jüdisch - mosaisch?

Wir befinden uns hier in der Israelitischen Kultusgemeinde München oder auch - volkstümlicher formuliert - Jüdische Kultusgemeinde München. Jüdisch und israelitisch bedeutet dasselbe: Zugehörigkeit zur jüdischen Religionsgemeinschaft. Es gibt noch einen dritten, sehr altmodischen Begriff - mosaisch,d.h. in der Nachfolge von Moses - von dem man abgekommen ist. Kürzt man ihn ab, könnte es nämlich zu Verwechslungen kommen: mosaisch, moslemisch - die ersten drei Buchstaben wären dann identisch.

Die leidvolle Geschichte der Synagoge in der Reichenbachstraße

Wenn Sie sich das Gebäude von außen betrachten, sehen Sie, dass es ein einfaches Gebäude in einem Hinterhof und als Sakralbau überhaupt nicht zu erkennen ist. Keine jüdischen Symbole, ganz bescheiden. Und diese Bescheidenheit der im Jahr 1931 eingeweihten Synagoge hat dem Gebäude schon zweimal das Leben gerettet: das erste Mal in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, die in der Geschichtsschreibung
Reichskristallnacht oder 'Reichspogromnacht' - so der neuere Begriff - genannt wird. In dieser Nacht sind im Dritten Reich etwa 1400 Synagogen in Flammen aufgegangen und damit unwiederbringlich zerstört worden. Hier an diesem Ort hat man auch Feuer gelegt. Das Feuer musste aberdings gelöscht werden, obwohl es ganz offensichtlich Direktiven gegeben hatte, dass in dieser Nacht weder die Polizei eingreift, wenn Juden sie zu Hilfe rufen sollten, noch die Feuerwehr ausrückte, wenn man Synagogen in Brand steckte. Hier hat sie gelöscht und zwar aus einem ganz naheliegenden Grund. Wenn dieses Gebäude gebrannt hätte, wäre die ganze Umgebung in Gefahr geraten. Ja, man fürchtete, dass durch den Funkenflug sogar das Gärtnerplatz-Theater in Mitleidenschaft gezogen werden könnte. Waren die Synagogen an solchen Orten gebaut, war die Chance größer, dass die Gebäude erhalten geblieben sind.

Aus diesem Grund kann man noch die wunderschöne Jugendstil-Synagoge in Augsburg besichtigen. Diese war damals um die Ecke von einem Treibstofflager. So weltfremd waren die Nazis natürlich nicht, dass sie diese Synagoge abgebrannt hätten; damit hätten sie riskiert, dass ihnen die ganze Augsburger Innenstadt in die Luft fliegt, wenn das Treibstofflager in Brand gerät. Das wollte man natürlich nicht.

Ansonsten ist bei den Synagogen wirklich systematisch gebrandschatzt, geplündert und verwüstet worden.

Ich habe gesagt, die Synagoge hat zwei Anschläge überlebt: der zweite Anschlag war nicht in der Zeit des Nationalsozialismus, sondern am 13. Februar 1970. Damals ist offensichtlich jemand gewaltsam in das Vordergebäude eingedrungen, hat im Treppenhaus Feuer gelegt und damit das ganze Haus in Brand gesteckt.

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Welche jüdischen Einrichtungen befinden sich in der Reichenbachstrße?

Das Gebäude mit den fünf Stockwerken, das wir hier heute sehen, ist ein Neubau. Das Haus, das hier einmal gestanden hat, aus der Vorkriegszeit stammte und in dem sogar sogenannte Judenwohnungen gewesen waren, wurde vollständig zerstört. Judenwohnungen ist ein scheußliches aber doch präzises Wort dafür, dass man Juden aus ihren Wohnungen herausgezerrt und in anderen Wohnungen, aber immer eine Familie pro Zimmer, zusammengepfercht hat, bevor sie deportiert wurden.

In dem Haus ist damals wie heute die Verwaltung gewesen. Heute ist im ersten Stock ein Restaurant, das nach den jüdischen Speisegesetzen kocht, die einzige Adresse, wo man koscher fleischig essen kann. Im zweiten Stock ist ein großer Saal für Vorträge und Veranstaltungen, im dritten, vierten und fünften Stock sind Büros, eine Bibliothek, das Büro der Präsidentin, das Büro des Rabbiners und ein Sitzungsaal.

In dem Gebäude, dass am 13. Februar 1970 durch Brandstiftung zerstört wurde, waren damals aber Zimmer des jüdischen Altersheims, und insofern ist noch viel Schrecklicheres passiert, als das nur ein Haus zerstört wurde.

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Verschiedene Strömungen im Judentum

Es gibt im Judentum ebensowie im Christentum verschiedene Strömungen, nur nicht in dieser Quantität, weil es einfach weniger Juden gibt. Juden sind so verschieden wie andere Menschen auch. Sie sind nicht einheitlich. Die einzigen die gemeint haben. Die Juden sind alle gleich, sie gehen mit ihrer Religion gleich um, und sie gehören auf die gleiche Weise aus der Menschheit ausgeschlossen, waren die Nazis. Deren Weltbild war nicht nur menschenverachtend und grundverkehrt, es hat sich auch als mörderisch erwiesen.


Dies ist eine Synagoge nach orthodoxem Ritus, es gibt außerdem noch konservativ und liberal. Orthodox bedeutet so gesetzestreu wie möglich, während liberal so fortschrittlich wie möglich ist, und dazwischen gibt's noch andere Nuancen. Die Synagoge ist orthodox, das heißt aber nicht, das die Israelitische Kultusgemeinde orthodox ist. Dort kann jeder Mitglied sein, der nach den jüdischen Religionsgesetz Jude ist. Und da gibt's nur zwei Möglichkeiten: entweder als Kind einer jüdischen Mutter geboren werden oder nach den Vorschriften zu konvertieren.

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Wie wird man Mitglied der Jüdischen Gemeinde? Wie wird man Jude?

Wenn man Mitglied in der jüdischen Gemeinde sein will, muss man sich aktiv anmelden. In München sind 8600 jüdische Menschen in der Gemeinde registriert. Insgesamt geht man von 10.000 Juden hier in der Region aus. Die jüdischen Gemeinden, nicht nur in München, auch bundesweit, haben sich in den letzten Jahren verjüngt, weil es erstens natürlich Nachwuchs bei den Familien gibt und andererseits, weil durch Zuwanderung Jahrgänge, die nicht so stark vertreten waren, wieder Zugang gefunden haben.

Diese Synagoge ist orthodox, das heißt aber nicht, das die Israelitische Kultusgemeinde orthodox ist. Dort kann jeder Mitglied sein, der nach den jüdischen Religionsgesetz Jude ist. Und da gibt's nur zwei Möglichkeiten: entweder als Kind einer jüdischen Mutter oder nach den Vorschriften konvertiert.

Es gibt somit einen Punkt, an dem Frau entscheidend ist, und zwar bei der matrelinearen Zugehörigkeit zum Judentum. Das Judentum entscheidet sich nicht über die Religiösität der Eltern, sondern sie entscheidet sich wirklich alleine über die Jüdischkeit der Mutter; ob sie eine fromme oder eine ganz freigeistige Frau ist, spielt keine Rolle. Wenn die Mutter Jüdin ist, dann muss ihr Kind in der jüdischen Gemeinschaft akzeptiert werden. Dies ist natürlich ungeheuer frauenbevorzugend.

Sie haben im Islam genau das Umgekehrte: dort wird die Religion nicht nach der Mutter, sondern nach dem Vater weitergegeben. Im Christentum führt der Weg allein über die Taufe.

Wenn ein Kind eine jüdische Mutter hat, dann hat es Anspruch darauf, in die jüdische Gemeinschaft aufgenommen zu werden. Ich hoffe, Sie haben diese feine Formulierung bemerkt. Es kann also trotzdem passieren, dass ein Kind einer jüdischen Mutter getauft wird. Aber wenn so ein Kind den Weg zurück ins Judentum wählt, und die Mutter nicht getauft wurde sondern jüdisch geblieben ist, dann ist dieser Weg viel einfacher, als wenn ein Nichtjude konvertieren möchte.

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Eine Konvertierung zum Judentum?

Dieser Weg ist sehr schwer; das Judentum missioniert nicht.
Wenn man als Kind einer getauften jüdischen Mutter konvertieren möchte, hängt es davon ab, zu welchem Rabbiner man geht. Es gibt welche, die großzügiger sind und welche die strenger sind und meinen, dies sei wie ein neuer Übertritt zu behandeln. Dies wiederum bedeutet, dass jemand fünf, sechs oder sieben Jahre lernen muss, um wirklich deutlich zu machen, dass er aus religiöser Überzeugung und nicht aus Sentimentalität, Familientreue oder Liebe zu einem potentiellen Partner übertritt. Dieser lange Weg des Lernens ist der einzige, der in der Orthodoxie akzeptiert wird.

Im konservativen und liberalen Judentum ist die Vorbereitung auf die Konvertierung weniger langwierig, aber missioniert wird aber in keinem Fall. Das bringt auch Probleme mit sich, weil nämlich ein Übertritt bei einem ganz liberalen Rabbinatsgremium vielleicht in einem orthodoxen Milieu gar nicht anerkannt wird. Es gibt da durchaus innerjüdische Spannungen. Es passiert beispielsweise gelegentlich, dass jemand, der in Amerika konvertierte, nach Israel einwandert und als jüdischer Bürger anerkannt werden möchte. Der Übertritt in Amerika wird in Israel jedoch nicht anerkannt, weil er von einem liberalen Rabbiner bewilligt wurde. Die Angelegenheit kommt dann vor die Gerichte und ist ein echtes Problem, über das gestritten wird.



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Der jüdische Gottesdienst

Synagoge bedeutet auf Deutsch so viel wie 'Ort der Versammlung', denn um ein Gebet gemeinsam zu sprechen und einen Gottesdienst abzuhalten, muss man eine Versammlung von 10 Erwachsenen haben. Im orthodoxen Judentum heißt das zehn Männer, im konservativen und liberalen Judentum heißt das einfach zehn Erwachsene, egal ob Männer oder Frauen. Wenn also hier beispielsweise 90 Frauen zusammenkämen und 9 Männer, gäbe es keinen Gottesdienst. Wenn die Frauen somit beim Gebet nicht mitgezählt werden, so deshalb, weil man auf sie nicht zählen kann; sie können und sollen kommen, aber sie müssen nicht, weil sie von den Geboten befreit sind, die an eine Zeit gebunden sind. Und wie das Wort Gebetszeit schon beinhaltet, es handelt sich um die festgeschriebe Ordnung, morgens, nachmittags und abends zu bestimmten Zeiten zu beten.
Diese Zeiten hängen aus und werden über die jüdische Zeitung bekannt gemacht; sie variieren, je nachdem, in welcher Jahreszeit wir uns befinden.

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Die Kopfbedeckung im Judentum?

Bitte bedenken Sie, dass man normalerweise von der Orthodoxie bis zum liberalen Judentum im Regelfall immer eine Kopfbedeckung trägt, wenn man die Synagoge betritt. Als Mann immer, und als Frau sollte man eine Kopfbedeckung ab dem Zeitpunkt tragen, ab dem man verheiratet ist; die Kopfbedeckung signalisiert nämlich den veränderten Status.

Die Kopfbedeckung an sich soll die Männer daran erninnern oder sie dazu bekennen lassen, dass sie sich immer dessen bewusst sind, dass über ihnen eine höhere Instanz, nämlich Gott ist. Darum trägt ja ein frommer Jude die Kopfbedeckung nicht nur zum Gebet, sondern den ganzen Tag - weil ja, wenn man es wirklich ernst nimmt, Gott immer mit einem ist.

Wenn ich Ihnen solche programmatischen Punkte erkläre, die das Judentum vorschreibt, dann heißt das noch lange nicht, das es in der Realität auch immer so umgesetzt wird. Alles was Sie beim Christentum an Unterschieden zwischen Anspruch und Wirklichkeit kennen, gibt es auch im Judentum!



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Sitzordnung in der Synagoge: Geschlechtertrennung

Sie befinden sich heute an Orten in der Synagoge, an die Sie sonst überhaupt nie hinkommen: die Männer auf der Frauenempore beispielsweise.

Während des Gottesdienstes ist nämlich in dieser Synagoge alles strikt getrennt. Männer sitzen im Erdgeschoss, Frauen im ersten Stock. Wären Sie in einer konservative Synagoge - so was gibt es momentan in München nicht - dann würden die Männer rechts und die Frauen links sitzen oder umgekehrt. Im reformiert-liberalen Ritus - so was gibt es in München sehr wohl - sitzt man, wo man möchte.

Wir können uns jetzt in der Synagoge aufhalten, weil kein Gottesdienst ist. Wäre einer, müssten auch wir getrennt sitzen. In bestimmten Kreisen denkt man einfach, dass Männer und Frauen beim Gebet nicht zusammen sitzen sollten, weil sie sonst auf andere Gedanken kommen könnten. Dies gilt sowohl im orthodoxen Judentum wie auch im Islam oder in der christlichen Tradition - wenn man nur weit genug aufs Land geht, dann begegnet einem dies noch.
Im Judentum wird diese Sitzordnung eigentlich nur wegen der Männer gemacht. Man denkt, dass sie sich zu sehr ablenken lassen. Deswegen hat man hier in der Synagoge nachträglich noch Glasscheiben eingesetzt, weil die Männer offenbar immer nach oben geschaut haben und die Frauen über die Brüstung nach unten hingen.

Aber in fortschrittlichen, modernen, liberalen Kreisen denkt man, dass man sich während der Zeit des Gebetes durchaus auf etwas Wesentliches konzentrieren kann, nämlich auf das Beten selber.

Im Inneren der Synagoge: Blick von der Frauenempore
Photo: Blick von der Frauenempore Sie befinden sich jetzt auf der Frauenempore, zu der Männer, die älter als dreizehn Jahre sind, keinen Zutritt haben. Kinder dürfen sich hier frei bewegen, Jungs können auch nach oben kommen, so wie die Mädchen bei den Vätern sitzen können, bis sie im religiösen Sinn erwachsen sind. Und das ist bei Jungs mit 13 und bei Mädchen mit 12 Jahren der Fall.

Wenn sich bei Ihnen jetzt unterschwellig Unmut darüber ausbreitet, dass die Frauen irgendwie ausgeschlossen sind, dann sieht das nur auf den ersten Blick so aus. Während des Gottesdienstes, kann die Frau alles beten; aber sie kann nicht aus der Tora lesen, denn die Lesung findet unten statt. Wenn man im orthodoxen Judentum die Frauen getrennt setzt, dann zeigt dies deutlich, dass sie aktiv nicht beteiligt sein können, sondern nur passiv.

Aber es gibt auch andere Aspekte, bei denen sich die Männer benachteiligt fühlen könnten. Wir dürfen niemals mit unseren Vorstellungen von Urteil und Vorurteil die Dinge bewerten, sondern muss sie immer in ihren Kontext eingebettet betrachten. Im orthodoxen Judentum glaubt man, dass Jungen mehr Zeit für die Entwicklung brauchen, während man Mädchen früher für reif hält. Deshalb werden Mädchen bereits mit zwölf als vollwertig und eigenverantwortlich im religiösen Sinn angesehen.

Und im ganz liberalen Judentum, wo diese geschlechtsspezifischen Zuordnungen aufgegeben wurden, hat man konsequenterweise auch mit der Unterscheidung des Reifegrades aufhören müssen. Da ist dann die religiöse Reife sowohl für Jungs als auch für Mädchen erst mit 13. Sie sehen, es geht also nicht um Bevorzugung oder Benachteiligung, sondern es geht um geschlechtsspezifische Bereiche, die eher den Männern zugeordnet sind oder den Frauen. Wenn ich im Zuge der Gleichberechtigung die Dinge dann sozusagen vereinheitliche, dann hat das natürlich Konsequenzen.

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Geinsamkeiten zwischen Judentum und Christentum?

Die ersten Christen waren tatsächlich Juden, die sich in der Nachfolge von Jesus als Angehörige einer neuen Religion definierten, weil sie in Jesus den Messias angesehen haben.

Hier haben Sie übrigens einen gemeinsamen Grundgedanken von Juden und Christen, nämlich den, dass Gott einen Erlöser für diese Welt schicken wird, den Messias. Man glaubt, dass er aus dem Hause des Königs David kommen wird. Aber man sollte die Unterschiede nicht verschleiern, wenngleich die Grundidee dieselbe ist: es sind beides Religionen, die eine messianische Erwartung haben. Aber für die Christen hat sich diese Erwartung bereits in der Gestalt von Jesus erfüllt. Das Judentum wartet noch auf die Ankunft des Messias.

Es gibt allerdings das Phänomen der "Judenchristen". Das Wort benutze ich nicht gerne. Es waren Christen, die aus der jüdischen Tradition kamen. Ich benutze es deshalb nicht gerne, weil es heute auch noch in einer anderen Bedeutung verwendet wird.

Es gibt nämlich heute Menschen, die sich zwar als Juden bezeichnen, aber gleichzeitig erklären, dass sie in Jesus den Messias sehen. Aus jüdischer Sicht können sie keine Juden mehr sein. Man kann nicht Fisch und Fleisch gleichzeitig sein. Eine Vermischung der beiden Religionen halte ich für abträglich.

Mir ist es lieber, ich überlege, wo sind die gemeinsamen Wurzeln und schaue dann wo, wann und warum geht es auseinander. Und diese Unterschiede kennen zu lernen, finde ich spannend.

Das Menschsein macht es aus, mit diesen Unterschieden zu leben zu können und den Mitmenschen zu respektieren.


Sylvia und Manni Diese Seite wurde bearbeitet von Manfred Freuding und Silvia Macor.



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