A

Abendland

Occident
l'Occident (m)
Occidente (m)


Syn: die Alte Welt, der Okzident
Def: Eine im Mittelalter um 1200 entstandene Bezeichnung für den Kontinent Europa, der von den Ländern des Morgenlandes (Vorderasien) aus betrachtet dort lag, wo die Sonne am Abend stand.

Abonnement

1. subcription 2. season ticket
l' abonnement (m)
1) suscripción (f) 2) abono (m)


Def:
1. regelmäßiger Bezug von Zeitungen, Zeitschriften oder Büchern auf bestimmte Zeit
2. Bezug von Eintrittskarten für eine vorgegebene Veranstaltungsserie in ihrer Gesamtheit und nicht für Einzelveranstaltungen.

Kon: Theaterabonnement, Konzertabonnement, Abonnent, eine Zeitung abonnieren

Abstraktion

abstraction
l'abstraction (f)
abstracción (f)


Def: In der Malerei die Vernachlässigung einer naturalistisch-abbildlichen Wiedergabe bis hin zum völligen Verzicht gegenständlicher Darstellung.


Akrobat

acrobat
un/une acrobate, un/une virtuose
acróbata (m/f)


Def: Person, die turnerische, gymnastische oder tänzerische Übungen beherrscht, die besondere körperliche Beweglichkeit und Gewandtheit erfordern und z.B. im Zirkus oder Varietee vorführt.
Quel: Duden Universalwörterbuch A-Z

Kon: der Akrobat, akrobatische Kunststücke vorführen

Aktionskunst

happening
le happening
happening (m)


Def: Sammelbegriff für eine im Dadaismus vorbereitete Ausdrucksform der Gegenwartskunst mit stark aktionistischem Charakter wie z.B. Happening, Performance, Aktionismus u.ä.
Quel: http://jue.hypermart.net/lmd/hp/lehrmittel/lexikon.pdf

Akzent

accent
un accent
acento (m)


Def:
1. Suprasegmentales Merkmal der Hervorhebung im Sinne von Betonung, das auf den in den einzelnen Sprachen unterschiedlich genutzten Faktoren der Tonhöhe, der Intensität bzw. Lautstärke und der Dauer beruht.
2. bei lautsprachlichen Äußerungen auch allgemein für individuelle Sprechgewohnheiten wie Dialekt und Idiolekt bzw. muttersprachliche Einflüsse in der Fremdsprache.
Quel: Metzler Lexikon Sprache, hg. von Helmut Glück. Stuttgart, Weimar, 2000.

Alltagssprache

everyday language, vernacular
le langage de tous les jours
lenguaje (m) hablado / habla (f) cotidiana


Def: Der alltägliche Bereich der Standardsprache in Abgrenzung zum literarisch-künstlerischen, wissenschaftlichen, arbeitspraktischen Bereich der Standardsprache. Ihre Funktion ist wie bei Umgangssprache und Sondersprache, die Sicherung sozialer Beziehungen und die Förderung von Gemeinschaftsbeziehungen. Die Abgrenzung zwischen Alltagssprache und Umgangssprache ist nicht unproblematisch. Umgangssprache wird oft als Hauptvarietät der Alltagssprache bezeichnet, die sogar in Fachsprache und in die Literatursprache eindringt. Die Umgangssprache ist allerdings weniger für bestimmte soziale Schichten charakteristisch als für bestimmte Sprechsituationen.

angewandte Kunst

applied art
les arts appliqués (m)
artes (fpl) aplicadas


Def: Kunst, die auf einen Gebrauchsgegenstand angewandt wird.
Quel: http://jue.hypermart.net/lmd/hp/lehrmittel/lexikon.pdf

Antike

ancient Greece and Rome
l'Antiquité (f)
Antigüedad clásica (f)

Def: Bezeichnung für das griechische und römische Altertum. Es beginnt ca. im 2. Jhdt. v. Chr. und endet im 5. Jhdt. n. Chr. Die Antike war vor allem für die Künstler der Rennaissance und des Klassizismus bedeutend.
Quel: Geschichte der Malerei, A. Krauße, Könemann, 1995

Antiquariat

1. second-hand bookshop 2. trade in valuable old books
1. la librairie d'ouvrages anciens 2. le commerce de livres anciens
anticuario (m)


Def:
1. Altbuchhandlung
2. Handel mit alten, oft wertvollen, gebrauchten Büchern

Antiquität

antique
l'antiquité (f) antigüedad (f)
antigüedad (f)


Def: Altertümlicher Gegenstand aus dem Kunsthandwerk.

Kon: Antiquitäten sammeln

Applaus

applause
les applaudissements (m)
aplauso (m) / ovación (f)


Def: Beifallskundgebung für die Leistung eines Künstlers durch Klatschen mit den Händen, Stampfen mit den Füßen, Bravorufe usw.
Sonderformen des Applaus: Standing ovations (das Publikum spendet den Applaus stehend), Auftrittsapplaus, Szenenapplaus. Missfallen äußert das Publikum durch Buhrufe, Auspfeifen usw.
Quel: http://jue.hypermart.net/lmd/hp/lehrmittel/lexikon.pdf

Architekt

architect
un/une architecte
arquitecto (m)



Sir Norman Foster

Daniel Libeskind

Walter Gropius

Antoni Gaudi

Le Corbusier

Def: Auf diem Gebiet der Baukunst ausgebildeter Fachmann, der Bauwerke entwirft und gestaltet, Baupläne ausarbeitet und deren Ausführung einleitet und überwacht.
Quel: Duden Universalwörterbuch A-Z

Architektur

architecture
l' architecture (f)
arquitectura (f)


Def:
1. Baukunst als wissenschaftliche Disziplin
2. Gesamtheit von Ergebnissen der Baukunst
Quel: Duden Universalwörterbuch A-Z

Artist

artiste
1. l'artiste de variétés/de music-hall 2. le virtuose
artista (m/f)


Def:
1. Künstler, der im Zirkus und Varietee Geschicklichkeitsübungen vorführt
2. Künstler, der Darstellungsmittel und -formen souverän beherrscht und vorführt.

Artistik

1./2. performing skills 3. virtuosity
1. les arts du cirque, la virtuosité 2. l'habileté, la maestria 3. la virtuosité
1. teatro (m) de variedades / varieté (m), artes circenses (f, pl.); 2. habilidad (f),
destreza (f); 3. virtuosismo (m)


Def:
1. Varietee- und Zirkuskunst
2. außerordentliche körperliche Geschicklichkeit
3. große formalkünstlerische Fähigkeiten beherrschend
Quel: Duden Universalwörterbuch A-Z

Ästhetik

aesthetics
l'esthétisme (m)
estética (f)


Anm: Von griech. aisthesis = Sinneswahrnehmung, "Lehre vom Schönen".

Def:
1. Wissenschaft vom Schönen; die allgemeine Ästhetik untersucht die ästhetische Aktivität als ein generelles schöpferisches Vermögen des Menschen, das in der Beziehung zu jedem Phänomen wirksam wird. Die spezielle Ästhetik studiert die Entwicklungsgesetze der Kunst, ihren ideellen Gehalt und ihre formalen Qualitäten sowie ihre Rolle in der Gesellschaft (Kunsttheorie). Die besonderen Formen ästhetischer Aktivität werden in zeichenhafter Gestalt bei der Entwicklung des gesellschaftlichen Lebensprozesses wirksam: Musik, Tanz, Dichtung, Theater, bildende Kunst, Film usw.
Quel: http://jue.hypermart.net/lmd/hp/lehrmittel/lexikon.pdf
2. das stilvoll Schöne, die Schönheit
3. der Sinn für das Schöne

Ästhet

aesthete
un/une esthète
esteta (m/f)


Def: Mensch mit stark ausgeprägtem Schönheitssinn

ästhetisch

aesthetic
esthétique
estético


Def:
1. den Gesetzen der Ästhetik entsprechend
2. geschmackvoll, ansprechend, schön

Ant: unästhetisch

Auktion

auction
la vente aux enchères
subasta (f)


Def: Öffentliche Versteigerung von Objekten durch einen Auktionator an den Meistbietenden. Berühmte Auktionshäuser, die sich auch mit der Versteigerung von Kunstwerken beschäftigen, sind Sotheby Parke Bernet Group, Christies (London, New York).
Quel: http://jue.hypermart.net/lmd/hp/lehrmittel/lexikon.pdf

Ausstellung

exhibition
l'exposition (f)
exposición (f)


Def: Zur Ansicht zusammengestellte Sammlung von Objekten

Kon: eine Ausstellung für moderne Malerei, Kunstausstellung, Gemäldeausstellung, Ausstellung von Malerei aus dem 20. Jhdt.

Autodidakt

self-taught person
un/une autodidacte
autodidacta (m/f)


Def: Person, die sich ihre (Spezial-) Kenntnisse ganz oder weitgehend außerhalb des üblichen Bildungsganges durch "Selbstunterricht" erworben hat.
Quel: http://jue.hypermart.net/lmd/hp/lehrmittel/lexikon.pdf

Avantgarde

avant-garde
l'avant-garde
vanguardia (f)


Def: Bezeichnung für künstlerische Gruppen oder Kunstäußerungen, die ihrer Zeit voraus sind, über das Bestehende hinausweisen und Tendenzen vorwegnehmen. Der Begriff wird auch für experimentelle Künstler verwendet.




B

Ballett

ballet
le ballet
ballet (m)


Def: Chorische Tanzschöpfung, die ohne Wort und Gesang eine selbständige Kunstgattung darstellt. Siehe auch Choreographie.
Quel: http://jue.hypermart.net/lmd/hp/lehrmittel/lexikon.pdf

Anm: Von ital. ballo = Tanz.

Barock

Baroque
le baroque
Barroco (m)


Def: Kunstepoche und Stilrichtung; die Blütezeit liegt etwa zwischen 1550 und 1750. Der Barockstil ist gekennzeichnet durch schwungvolle, ausladende (und nicht selten überladen anmutende) Formen. Diese Dynamik und Expressivität ist Ausdruck der Lebensfreude, die sich nach einer Zeit der politischen, kulturellen und religiösen Niederganges, nach Pestjahren und Hungerkatastrophen (Dreißigjähriger Krieg) als Gegenbewegung durchgesetzt hatte. Dieses Lebensgefühl drohte alle Grenzen sprengen zu wollen. Grenzenlosigkeit und Maßlosigkeit sowohl im Äußeren (Kirchendecken wurden malerisch bis in den Himmel hinein geöffnet) als auch im Repräsentieren (Schloß von Versaille und die Hofhaltung Ludwigs XIV.) und Grenzen sprengend nach Innen: Es ist die Zeit großer Mystiker (Teresa von Avila, Franz von Sales) und auch die Zeit gefühlvoller, inniger, fast sentimentaler Volksfrömmigkeit mit Bildern, Andachten, Wallfahrten, Prozessionen. Religiöse Gedichte entstehen ebenso wie zahlreiche Kirchenlieder.
Ein gutes Beispiel ist Angelus Silesius und sein Gedicht "Sie ergibt sich der ewigen Liebe". Eine Strophe von vielen ähnlichen lautet:

Liebe, die für mich gelitten
Und gestorben in der Zeit,
Liebe, die mir hat erstritten
Ew'ge Lust und Seligkeit.
Liebe Dir ergeb ich mich,
Dein zu bleiben ewiglich.


In seiner sinnlichen und körperbetonten Grundstimmung ist das Barock eine dem katholischen Empfinden sehr entsprechende Epoche. Das Barock ist das Gegenstück zur strengen, auf das Wesentliche bedachte und darum abstrahierende und vereinfachende Klassik. Das Barock hat großartige Künstler hervorgebracht:

Architektur: Bernini (Petersdomkuppel, Altarbaldachin im Petersdom), Baltasar Neumann (Würzburger Residenz, Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen), Pöppel (Dresdner Zwinger)
Malerei: Michaelangelo, Rubens, Rembrand
Musik: Johann Sebastian Bach
Dichtung: Andreas Gryphius, Angeles Silesius, Paul Gerhard
Quel: http://petruscanisius.de/Glossar/b/Barock.htm

Belletristik

fiction
les Belles Lettres
literatura (f) / bellas letras (f,pl)/ arte literario (m) (auf Kontext achten!)


Syn: schöngeistige Literatur
Def: Seit dem 18. Jhdt. nicht genau abgrenzbare Bezeichnung für den schöngeistigen Teil der Literatur (im Unterschied zu wissenschaftlicher Literatur), d.h. für die Dichtung im engeren Sinne und die Unterhaltungsliteratur.
Quel: Wissen.de

Anm: Französisch belles lettres - "schöne Wissenschaften"

Benefizveranstaltung

charity benefit
le gala de bienfaisance
gala de beneficencia (f)


Def: Für einen Auftritt im Rahmen einer Benefizveranstaltung erhalten die Künstler kein Honorar, sondern spenden dies für einen bestimmten Zweck. Z.B. für den Wiederaufbau eines Opernhauses, für die Krebshilfe u.a.
Quel: http://jue.hypermart.net/lmd/hp/lehrmittel/lexikon.pdf.

Beutekunst

artistic spoils of war
le pillage des œuvres d'art
expolio (m)/obra (f) expoliada


Def: Von Kriegsgegnern oder verfolgten Gruppen erbeutete Kulturgüter, insbesondere Kunstwerke.
Anm: Bereits 1999 forderte die Kulturstiftung der Länder - gemäß Vereinbarungen der Washingtoner Konferenz über Rückführung entwendeten jüdischen Besitzes von Ende 1998 - deutsche Museen auf, die Herkunft ihrer "Fremdbestände" zu überprüfen, von denen vermutlich einige aus beschlagnagmten jüdischen Besitz stammten, und den rechtmäßigen Besitzern zurückzugeben.
Quel: Aktuell 2001

Bibelübersetzung

Bible translation
la traduction de la Bible
traducción (f) de la Biblia


Def: Übertragung des hebräischen Alten Testaments und des griechischen Neuen Testaments in andere Sprachen; entstand dort, wo bereits vorhandene jüdische oder christliche Gemeinden die gottesdienstlichen Schriftlesungen in den Originalsprachen nicht mehr verstanden. Zunächst behalf man sich mit freien, mündlichen Übertragungen in die Landessprachen; erst allmählich Übergang zu schriftlichen Aufzeichnungen. Sie wurden einerseits in sog. Lektionaren zusammengefasst, andererseits zu vollständigen Bibelübersetzungen ergänzt.
Quel: Wissen.de

Bibliothek

library
la bibliothèque
biblioteca (f)


Def: Eine Büchersammlung, die nach bestimmten Ordnungsprinzipien angelegt und häufig in einem eigenen Gebäude oder Gebäudeteil untergebracht ist.
Quel: Wissen.de

Biedermeier

Biedermeier period / era
l'époche Biedermeier, le style Biedermeier
época (f) de Biedermeier



Carl Spitzwg: Der arme Poet

Def: Abgeleitet von "Gottlieb Biedermeier", seit 1855 Deckname der Verfasser "biedermännischer" Gedichte in den "Fliegenden Blättern" 1844 - 1944, einer Zeitschrift, die eine kritische Haltung gegen die Zustände ihrer Zeit einnahm. Bezeichnung für die gediegen-bürgerliche Kultur und Kunst des sog. "Vormärz", die Zeit von 1815 - 1848 in Deutschland und Österreich. Das wirtschaftlich aufstrebende (Klein-)Bürgertum wurde von der politischen Mitbestimmung ferngehalten und konzentrierte sich demzufolge auf die enge, vertraute Umwelt, speziell auf deren angenehme Seiten, wobei soziale Missstände geflissentlich übersehen wurden. Dieser Rückzug in den privaten Bereich vollzog sich in einer Gesamtstimmung von "Weltschmerz", der sich in der für diese Zeit sprichwörtlich gewordenen "Tränenseligkeit" äußerte.
Quel: http://jue.hypermart.net/lmd/hp/lehrmittel/lexikon.pdf.

bildende Kunst

fine arts
les arts plastiques
artes (fpl) plásticas


Def: Traditioneller Sammelbegriff für Malerei, Grafik und Bildhauerei bzw. Plastik. Inzwischen rechnet aber meist auch Architektur und Kunstgewerbe dazu.

Bildhauerei

sculpture
la sculpture
escultura (f)


Def: Die Kunst aus festen Stoffen körperhafte Gebilde zu schaffen.
Quel: Brockhaus

Boulevardpresse

yellow press, gutter press
la presse de caniveau / à sensation
prensa (f) sensacionalista / prensa (f) amarilla


Def: Gesamtheit der sensationell aufgemachten, in großen Auflagen erscheinenden Zeitungen

Boulevardstück

comedy
une pièce de boulevard, un vaudeville
comedieta (f)


Def: Publikumswirksames, leichtes Unterhaltungsstück

Boulevardtheater

comedy theatre
le théâtre de boulevard
teatro (m) de boulevard


Def: Theater mit leichtem Unterhaltungsrepertoire

Buch

book
le livre
libro (m)


Def: Gebundenes Druckwerk

Bücherwurm

book worm
un lecteur acharné / enragé
ratón (m) de biblioteca



Def: Person, die gern und viel liest.

Bühne

stage
la scène
escenario (m)


Def:
1. Die Bühne ist die nach dem Zuschauerraum geöffnete, meist erhöhte und für die Aufführung bestimmte Spielfläche des Theaters.
2. Theater

Bundesland

1. federal state 2.Land, Laender
1. un Etat fédéré, une fédération 2.un Land, des Länder
1. estado (m) federado 2. land (m), laender (mpl)


Def: Föderative Einheit eines Bundesstaates, z.B. der Bundesrepublik Deutschland.


Anm:
Baden Württemberg Baden Wurttemberg le Bade-Wurtemberg
Bayern Bavaria la Bavière
Berlin Berlin Berlin
Brandenburg Brandenburg le Brandebourg
Bremen Bremen Brême
Hamburg Hamburg Hambourg
Hessen Hesse la Hesse
Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-West Pomerania Mecklenbourg-Poméranie d'Occidentale
Niedersachsen Lower Saxony la Basse-Saxe
Nordrhein-Westfalen North Rhine-Westphalia la Rhénanie-du-Nord-Westphalie
Rheinland-Pfalz Rhineland Palatinate la Rhénanie-Palatinat
Saarland Saarland la Sarre
Sachsen Saxony la Saxe
Sachsen-Anhalt Saxony-Anhalt la Saxe-Anhalt
Schleswig-Holstein Schleswig-Holstein le Schleswig-Holstein
Thüringen Thuringia la Thuringe





C

Capriccio

caprice, capriccio
le capriccio
capricho (m)


Def: launenhaftes, eigenwilliges Musikstück

Cartoon

1. political cartoon 2. comic strip
1. le cartoon 2. la bande dessinée
1. caricatura (f); 2. historieta (f) / tira (f) cómica / cómic (m)


Def:
1. Karikatur
2. gezeichnete oder gemalte satirische Geschichte in Bildern

Cartoonist

cartoonist
l'auteur de cartoons / de bandes dessinées
dibujante (m/f) de historietas / dibujante (m/f) de cómics


Def: Künstler, der Cartoons zeichnet.

1. Chor

1. choir; chorus (opera/theatre) 2. choir, gallery
le chœur
coro (m)



Regensburger Domspatzen

Def:
1. In der Musik die Gemeinschaft von Sängern im gemeinsamen (chorischen) Vortrag einer Komposition.
2. In der Baukunst der ursprünglich für die Sänger (den Chor) bestimmte Ort in der Kirche. In der Basilika erweiterter Altarraum, der an das Querschiff anschließt. Am Ostende des Chores liegt die Apsis.
Quel: http://jue.hypermart.net/lmd/hp/lehrmittel/lexikon.pdf

Choreographie

choreography
la chorégraphie
coreografía (f)


Def: Konzeption der Tanzbewegungen und der Tanzhandlung. Die Funktion des Choreographen entspricht für den Tanz etwa der des Regisseurs für das Schauspiel und das Musiktheater.

Cineast

1. filmmaker 2. film critic 3. cinema expert 4. film buff
1. le cinéaste, le réalisateur 2. le critique de cinéma 3. l'amateur de cinéma, le cinéphile 4. le cinéphile enragé
1. cineasta (m/f)/director de cine/realizador 2. crítico de cine 3. cinéfilo 4. aficionado al cine


Def:
1. Filmschaffender
2. Filmkritiker
3. Filmkenner
4. begeisterter Kinogänger

Comedy

comedy
la comédie
comedia (f) / pieza (f) cómica (sitcom: serie cómica)


Def: Aus dem Englischen übersetzt bedeutet Comedy nichts anderes als Lustspiel, Komödie. Ein comedian ist ein Komödiant, ein Komiker. Und davon gab es auch in der Bundesrepublik schon vor den neunziger Jahren reichlich, selbst in der frühen Nachkriegszeit. Der vielleicht berühmteste Vertreter in Deutschland war Heinz Erhardt. Mit seinen Wortspielereien und Kalauern ("Das Reh springt hoch, das Reh springt weit. Warum auch nicht? Es hat ja Zeit") fand er bereits in den fünfziger und sechziger Jahren sein Publikum.
Auch in den siebziger Jahren gab es mit Otto Waalkes ("Otto") oder Dieter Hallervorden ("Didi"), der vom Kabarett ins rein komische Fach gewechselt war, zwei prominente Repräsentanten des Klamauks und der Blödelei. Victor von Bülow ("Loriot") dagegen machte zur gleichen Zeit "die pure und brillante Komik auch bei den gebildeten Ständen salonfähig", wie Peter Knorr, Mitbegründer des Satiremagazins Titanic, in agenda schreibt. [...] Heute dagegen ist der Klamauk - unter dem neudeutschen Etikett Comedy - gesellschaftsfähig geworden. Schrill ist schick, erlaubt ist prinzipiell alles. Weder der ostfriesische Blödel-König noch der Aristokrat ante portas ändern etwas an dem Faktum, dass es eine vergleichbare Amüsierwut in Deutschland seit den zwanziger Jahren nicht mehr gegeben hat.
Quel:http://www.bpb.de/publikationen/VSQZ15,1,0,Schmidteinander_ins_21_Jahrhundert.html

Corporate Citizenship

corporate citizenship
le mécénat d'entreprise
mecenazgo (m) empresarial


Def: Unternehmensphilosophie, wonach sich eine Firma als "verantwortungsbewusster Bürger" versteht und durch Sponsoring u.a. Aktivitäten einen gesellschaflichen, kulturellen und umweltpolitischen Beitrag für das Gemeinwesen leistet.

Credits

credits
les noms figurant au générique
créditos (m, pl) [Sp u. LA]; reparto (m) [LA]

Def: Die Liste der Produktionsdaten und Namen der Techniker und Mitwirkenden, die als Vorspann- oder Nachspanntitel den Film begleiten. Die Reihenfolge ist oft vertraglich genau ausgehandelt.




D

Dadaismus

Dadaism
le dadaïsme, Dada
dadaísmo (m)


Max Ernst: Der große Wald (1927)

Def: Internationale radikalästhetische Bewegung in der bildenden Kunst und der Literatur nach dem 1.Weltkrieg. Sie war ein Protest gegen die in ihrem Gefüge wankende Welt. Ihr Un-Sinn sollte mit Unsinn bekämpft werden. Sie hat auch für die Musik einige Bedeutung erlangt. Ausdrucksform in der Malerei: Fotomontage.
Quel: http://jue.hypermart.net/lmd/hp/lehrmittel/lexikon.pdf.

darstellende Kunst

performing arts
le cinéma et le théâtre, le spectacle, les arts du spectacle
espectáculo (m)


Def: Sammelbezeichnung für Bühnen- und Filmkunst
Quel: Wissen.de

Début

debut
les débuts (m) d'un auteur / chanteur
debut (m)


Def: Erster öffentlicher Auftritt, erstes öffentliches Konzert oder erste öffentlich gesungene Opernpartie eines Künstlers.
Quel: http://jue.hypermart.net/lmd/hp/lehrmittel/lexikon.pdf.

Kon: sein Debut geben, Debutant, debutieren

Dekoration

set decoration (theatre)
la décoration
decoración (f)


Def: Die Gesamtheit aller zur Ausschmückung dienenden hinzugefügten Gegenstände, Ornamente und Motive für ein Einzelobjekt, für einen Raum (Innenraum, Schaufenster, Bühnenraum, Filmszene) oder ein Bauwerk (z.B. Fassade).
Quel: http://jue.hypermart.net/lmd/hp/lehrmittel/lexikon.pdf

Denkmal

monument
le monument
1. monumento (m) 2. monumento histórico-artístico


Def:
1. Im weiteren Sinn jedes bewegliche und unbewegliche Werk, dem kunst- oder kulturgeschichtliche Bedeutung beigemessen wird.
2. Im engeren Sinne ein plastisches oder architektonisches (Kunst-) Werk, als Gedächtniszeichen (Monument) für eine Persönlichkeit, ein Ereignis oder als Hoheits- bzw. Rechtssymbol.
Quel: http://jue.hypermart.net/lmd/hp/lehrmittel/lexikon.pdf

Denkmalschutz

listed building, building under preservation order
le monument classé
protección (f) de monumentos (mpl)


Def: Boden-, Bau-, und Kulturdenkmäler, deren Schutz per Gesetz sichergestellt ist.

Kon: Denkmalschutz, unter Denkmalschutz stehen, unter Denkmalschutz stellen, Denkmalschützer

Deutsch

German
l'allemand
alemán


Def: Die deutsche Sprache gehört zu den indogermanischen Sprachen; mit ihren zahlreichen regionalen Dialekten ist sie hauptsächlich in ihrem Kerngebiet in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet. Die ethnischen Minderheiten benutzen teilweise ihre eigenen Sprachen, in einigen Regionen Schleswig-Holsteins z. B. ist Dänisch Schulsprache, und in der Lausitz lebt eine Sorbisch sprechende Minderheit.
Das Deutsche ist gegenwärtig für etwa 100 Millionen Menschen Muttersprache, von denen etwa 80% in Deutschland leben. Es ist alleininge Amtssprache in Deutschland, Österreich und Liechtenstein. In der Schweiz und in Luxemburg ist Deutsch eine von mehreren gleichberechtigten Amtssprachen. Regionale Amtssprache ist das Deutsche in Ostbelgien (Eupen, Malmedy, St. Vith) und in Italien (Südtirol).
Quel: http://www.uni-potsdam.de/u/slavistik/vc/rlmprcht/rsg/phonetik/comment/glossar_all.htm

Deutscher Übersetzerfonds

Fund for German translators
le fonds allemand destiné à la traduction
asociación para el fomento de la traducción al alemán


Def: Der Deutscher Übersetzerfonds e. V. vergibt Arbeits- und Reisestipendien für literarische Übersetzer. Gefördert werden ÜbersetzerInnen fremdsprachiger Werke ins Deutsche, sofern die Übersetzung dieser Werke eine anspruchsvolle, literarische Gestaltung erfordert.
Quel: Literarisches Colloquium Berlin

Dialekt

dialect
le dialecte
dialecto (m)


Def: Dialekt (Mundart) ist die besondere Sprech- und z.T. auch Schreibweise innerhalb einer National- oder Standardsprache, die von einem großen heimatgebundenen Personenkreis in bestimmten Sprechsituationen gesprochen wird. Die Besonderheit erstreckt sich auf alle Sprachebenen (Lautebene/Phonologie, Morphologie, Lexik, Syntax, Ideomatik), hat aber v.a. in Lautung und Wortschatz eine Ausprägung, die von anderen Sprachteilhabern der Standardsprache bzw. von den Sprechern eines Dialekts selbst als abweichend wahrgenommen wird. Der Dialekt kann örtlich bzw. räumlich eingegrenzt und nach Landschafts- oder älteren Stammesnamen benannt werden (z.B. Hessisch, tirolerisch usw.)
Nach: Metzler Lexikon Sprache, hg. von Helmut Glück. Stuttgart, Weimar, 2000

Dichter

writer
le poète
poeta (m/f)


Goethe

Def: Verfasser eines sprachlichen Kunstwerks
Kon: das Land der Dichter und Denker land of writers and thinkers le pays des poètes et des penseurs

dichterische Freiheit

poetic licence
la liberté de l'auteur
licencia (f) poética


Def: Die Freiheit des Dichters, aus künstlerischen Gründen vom Herkömmlichen oder von sprachlichen Normen abzuweichen.

Dichtkunst

1.literary works 2.art of poetry 3. art of writing, creative writing
1. la production littéraire 2. la poésie 3. l'art de l'écriture producción (f) literaria / poesía (f)


Def:
1. das dichterische Schaffen
2. die Dichtung, Poesie als Kunstgattung
3. Fähigkeit ein dichterisches Kunstwerk hervorzubringen

Dilettant

dilettante, amateur
le dilettante
diletante (m/f)/amateur (m/f)


Def: Liebhaber einer Betätigung besonders in der Kunst, nicht berufsmäßig, begeistert, doch oft auch ohne Begabung und gründliche (nicht abgeschlossene) Ausbildung.
Quel: http://jue.hypermart.net/lmd/hp/lehrmittel/lexikon.pdf

Anm: Von ital. diletto = Vergnügen

Dirigent

conductor
le chef d'orchestre
director (m) de la orquesta


Def: Leiter eines Orchesters oder Chores

Kon: ein Orchester dirigieren

Diva

diva
la diva
diva (f)


Def: Gefeierte Schauspielerin oder Sängerin.

Anm: Ital. = "die Göttliche"

Dokumentarfilm

documentary
le documentaire
documental (m)


Def: Umfassender Begriff für alle nicht fiktionalen Filme, die sich der Aufzeichnung von Außenrealität widmen, die sich auf die Darstellung reale Begebenheiten und Verhältnisse möglichst genau und den Fakten entsprechend konzentriert.

Dolmetschen

interpreting
l'interprétation (f)
interpretar


Def: Dolmetschen ist die mündliche Übertragung von gesprochenen Ausführungen aus einer Ausgangssprache in eine Zielsprache.


Anm: Zu den wichtigsten Erscheinungsformen des Dolmetschens zählen u.a. Simultan-, Konsekutiv- und Verhandlungsdolmetschen (Gesprächsdolmetschen). Darüber hinaus unterscheidet man zwischen Konferenzdolmetschen, Flüsterdolmetschen (franz. chuchotage), Mediendolmetschen, Gerichtsdolmetschen, Community Interpreting, Satelliten-Konferenzdolmetschen und Gebärdensprachendolmetschen.

Dolmetscher

interpreter
l'interprète (m)
intérprete (m/f)


Def: Dolmetscher, die in der Fachliteratur auch als Sprachmittler bzw. Translatoren bezeichnet werden, sind für die mündliche Übertragung eines gesprochenen Textes (Ausgangstext) in eine andere Sprache (Zieltext) zuständig.

Dramaturg

literary manager
le dramaturge
dramaturgo (m)


Def: Künstlerisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter der Intendanz und der Regie, der mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung verantwortlich ist für den Spielplan, die Zusammenarbeit mit Autoren, Öffentlichkeitsarbeit und - gemeinsam mit dem Regisseur - für die Entwicklung eines Regiekonzepts.
Quel: http://jue.hypermart.net/lmd/hp/lehrmittel/lexikon.pdf

Dramaturgie

1. dramaturgy 2. drama department
la dramaturgie
1. dramaturgia (f); 2. departamento (m) de dramaturgia


Def: :
1. äußerer Bau und innere Struktur eines Dramas.
2. Bezeichnung für die dramaturgische Abteilung am Theater.
Quel: http://jue.hypermart.net/lmd/hp/lehrmittel/lexikon.pdf




E

E-Musik

classical music
la musique classique
música (f) clásica


Syn: ernste Musik Def: die gängige, jedoch z.T. willkürlich getroffene Unterscheidung zwischen klassischer Musik im engeren Sinne und, als Gegensatz, der sog. Unterhaltungsmusik (U-Musik). Anzumerken ist, daß viele 'Klassiker' direkt als Unterhaltungsmusik komponiert waren.

Ensemble

ensemble, troup
la troupe théâtrale, la compagnie; le corps de ballet
ensemble (m) / compañía (f) / grupo (m)


Def: Zusammengehörende und aufeinander abgestimmte Gruppe von Schauspielern, Instrumentalisten, Sängern, Tänzern zum Zwecke gemeinsamer künstlerischer Betätigung.

Epik

epic poetry and prose
la littérature épique
épica (f)


Def: Gattung der erzählenden Dichtung; Sammelbezeichnung für erzählende Vers- und Prosadichtung

Erstaufführung

premiere
la première
estreno (m)


Def: Die nach der Uraufführung erste Aufführung in einem bestimmten Land, einer bestimmten Stadt.
Quel: http://jue.hypermart.net/lmd/hp/lehrmittel/lexikon.pdf

Europäisches Übersetzerkolleg

Funding Association for European Literary Translators
Collège européen des traducteurs
Asociación Europea de Traductores Literarios


Def: Das Europäische Übersetzerkollegium Nordrhein-Westphalen in Straelen e.V. wurde 1978 auf Initiative des Beckett-Übersetzers Elmar Tophoven und des damaligen Vorsitzenden des Verbandes der literarischen Übersetzer Klaus Birkenhauer gegründet. Es gewährt freiwillige, hochsubventionierte Leistungen für professionelle literarische Übersetzer, denen es als Arbeits- und Dienstleistungszentrum zur Verfügung steht. Zugangsvoraussetzung ist die Publikation von mindestens 2 umfangreichen Übersetzungen und der Nachweis eines abgeschlossenen Verlagsvertrages für das gegenwärtige Arbeitsprojekt. Übersetzer kommen nach Straelen, um die viefältigen Hilfsmittel des Hauses zu nutzen und Tipps und Erfahrungen mit Kollegen auszutauschen.
Quel: http://www.euk-straelen.de/

Existenzialismus

existentialism
l'existentialisme (m)
existencialismo (m)


Def: Besonders von Jean-Paul Sartre ausgehende Philosophie und Weltanschauung; die davon beeinflusste unbürgerliche, unkonventionelle Lebenseinstellung, die auf der Überzeugung von der Freiheit und der unausweichlichen Diesseitigkeit des moralischen Daseins beruht.
Quel: Duden Universalwörterbuch A-Z

Expo

Expo
l'Exposition (f) universelle
Expo (f), Exposición (f) mundial


Statue of Liberty / Freiheitsstatue

Def: Weltausstellung, auf der industrielle, kulturelle und wissenschaftliche Errungenschaften der beteiligten Länder vorgestellt werden. Sie finden sei 1851 unregelmäßig an wechselnden Orten statt. Über die Bewerbung der Veranstaltungsorte entscheidet das Bureau International des Expositions (Internationales Austellungsbüro) in Paris.

Expressionismus

expressionism
l'expressionnisme (m)
expresionismo (m)



Franz Marc: Die kleinen gelben Pferde (1912)

Def: Kunstströmung des frühen 20. Jhdts. besonders in Deutschland.
Vorläufer in der bildenden Kunst sind Vincent van Gogh, Paul Gaugiun und vor allem Edvard Munch. Die meisten der zum Expressionismus zählenden bildenden Künstler waren in Gruppen oder Gemeinschaften mit eigenen Programmen organisiert (Brücke; Blauer Reiter).
In der Literatur (insbesondere Drama und Lyrik) dokumentiert sich der Expressionismus als Geisteshaltung z.B. durch Gottfried Benn, Max Brod, Georg Trakl, Georg Heym, Franz Werfel, Alfred Döblin und den frühen Bert Brecht.
In der Musik führte der Expressionismus zur Auflösung der bisher geltenden harmonischen Gesetze in die Atonalität.
Quel: http://jue.hypermart.net/lmd/hp/lehrmittel/lexikon.pdf.

Anm: Von lat. expressio = Ausdruck.




F

Fachsprache

technical language
la terminologie / le jargon / l'argot de métier
lenguaje (m) técnico / terminología (f) [+ Ergänzung je nach Kontext: económica, jurídica, técnica ...]


Def: Sprache eines Fachgebiets, das sich in Wortschatz (Termini und Fachphraseologie), Stil und Idiomatik von der Gemeinsprache unterscheidet.
Beispiele: Geisteswissenschaften, Naturwissenschaften, Recht, Technik, Wirtschaft.

Fachwerk(bau)

half-timbered building
(une maison) à colombages
(casa) con fachadas entramadas


Krellsche Schmiede in Wernigerode

Def: Skelettbauweise, bei der die tragenden Rahmenteile der Wände aus Holzbalken gebildet, die Fächer dazwischen mit Lehm oder Ziegelsteinen gefüllt werden. Besonders in England, Frankreich und Deutschland verbreitet.


Feuilleton

arts section of a newspaper
les pages culturelles d'un journal
páginas (fpl) de cultura / suplemento (m) literario


Def: Feuilleton steht als Begriff nicht nur für eine journalistische Stilform, sondern auch für das Ressort in der Zeitung, das die kulturellen Nachrichten, Analysen und Kritiken des kulturellen Lebens sowie Rezensionen und literarische Unterhaltung wie Roman und Kurzgeschichte bringt. Das französische Wort feuilleton (abgeleitet von feuille, feuillet = Blatt, Blättchen) bezeichnete ursprünglich eine Beilage, die ein Viertel bis ein Drittel eines Druckbogens umfaßt. Noch heute bringen vor allem kleinere Zeitungen das Feuilleton so, wie es Anfang des 19. Jahrhunderts Eingang fand in die Zeitungen: ‚unter dem Strich', auf dem unteren Drittel der zweiten Seite. Die Sparte Feuilleton ist freilich so angewachsen, daß sie meist nur noch zum Teil ‚am Fuß' einer Seite unterzubringen ist. Sie übernahm (besonders von den Romantikern) den feuilletonistischen Stil.
Quel: http://schule.spiegel.de/infothek/artikel/0,4813,211525,00.html

Feuilletonist

writer of features for the arts section
le responsable des pages culturelles
columnista (m/f) de la sección de cultura


Def: Verfasser von Artikeln im Feuilleton

Film

film
le film
película (f), filme (m)



Def: Mit der Filmkamera aufgenommene Abfolge von bewegten Bildern, Szenen und Handlungsabläufen, die zur Vorführung im Kino oder im Ferns
ehen bestimmt sind. In der Filmaufnahmekamera wird der perforierte Filmstreifen mit einer Ablaufgeschwindigkeit von 24 Bildern/sec belichtet und ruckweise bewegt.

Anm: Historisch verlief die Entwicklung vom Schwarz-Weiß-Film und Stummfilm (ab 1895) zum Tonfilm (ab 1927) und Farbfilm (ab 1939). Der Ton wird meist elektromagnetisch (Magnetton) aufgezeichnet, mit Musik- und Geräuschaufnahmen gemischt, dann in Lichtschwankungen umgesetzt, und diese werden auf einen gesonderten Filmstreifen aufgenommen. Die Raumwirkung entsteht bei der Widergabe durch jeweils für ein Auge bestimmte Halbbilder. Bei den Breitwandfilmen wird eine scheinplastische Wirkung dadurch erzielt, dass das Bild mit einem Seitenverhältnis bis zu 1:2,55, das bei großer Tiefenschärfe Einzelheiten besser zeigt, auf eine Ebene oder gekrümmte Bildwand projiziert wird.

Kon: Kinofim, Fernsehfilm

Filmemacher

filmmaker
le cinéaste, le réalisateur
realizador / director / cineasta (m/f)


Syn:
Regisseur

Foyer

foyer
le foyer
foyer (m)


Def: Wandel- und Aufenthaltsraum für das Publikum vor und nach der Aufführung sowie während der Pause. Das Foyer wurde im 18. Jhdt. eingeführt, als man das Theater als ein Forum bürgerlicher Öffentlichkeit konzipierte.
Quel: http://jue.hypermart.net/lmd/hp/lehrmittel/lexikon.pdf

Französisch

French
le français
francés (m)


Def: Die Amtssprache Französisch wird von der großen Mehrheit der Landesbevölkerung gesprochen. Daneben existieren in einigen Gebieten Regionalsprachen; Bretonisch in der Bretagne, Baskisch und Katalanisch in den Pyrenäen, Provenzalisch in Teilen der Provence, Okzitanisch im Languedoc, Flämisch in Flandern und Deutsch im Elsass und in Lothringen. Der im Elsass gesprochene deutsche Dialekt wird Elsässisch genannt.




G

Galerie

1. gallery, "Gods" 2. arcade 3. gallery
1. le poulailler au théâtre, le paradis, la galerie 2. la galerie supérieure 3. la galerie
1. galería (f) / paraíso (m) / gallinero (m, col.); 2. galería (f); 3. galería (f) / galería (f) de arte


Def:
1. Oberster Rang in Oper, Theater, Konzertsaal, Parlament u.ä.
2. In der Architektur der um eine Halle erhöht laufende Gang mit Brüstung, von einer Treppe innerhalb eines erhöhten Geschosses zugänglich.
3. Im Bereich der bildenden Kunst kommerziell geführte Einrichtung (Verkaufsgalerie), welche die Mittlerrolle zwischen Produzenten (Künstler) und Konsumenten (Käufer, Sammler) übernimmt.
Quel: http://jue.hypermart.net/lmd/hp/lehrmittel/lexikon.pdf

Galerist

gallery owner
le propriétaire d'une galerie, le galeriste
galerista (m/f)


Def: Leiter einer Galerie

Gastspiel

performance by a visiting ensemble
une pièce jouée dans le cadre d' une tournée par une groupe extérieure au théâtre
actuación (f) de una compañía invitada / actuación (f) de un actor invitado


Def: Auftreten eines Schauspielers oder Ensembles auf einer fremden Bühne
Quel: Wahrig

Gattungen

genres
les genres littéraires
géneros (mpl) literarios


Def: In der Dichtungslehre (Poetik) und Literturwissenschaft werden damit sowohl die drei Grundformen der Dichtung - Epik, Dramatik und Lyrik - bezeichnet als auch Untergruppen wie Tragödie, Novelle, Ballade, usw. Gattungsspezifische Strukturen, Bauelemente und Darstellungsmittel (Gattungsmerkmale) sind einerseits durch die literarische Tradition festgelegt, unterliegen andererseits aber auch einem geschichtlichen Wandel, in dem sich die Gattungsgrenzen zunehmend verwischen.
Quel: Netschool.de

Gedicht

poem
le poème
poema (m)


Def: Sprachkunstwerk in Versen

Kon: ein Gedicht aufsagen, Gedicht in 8 Strophen, ein Gedicht in Reimen

Geistesleben

cultural life
la vie culturelle
vida (f) cultural/ vida (f) espiritual / vida (f) literaria [auf Kontext achten!]


Def: Alle Gedankengänge, die sich auf Kultur, z. B. Literatur, Theater, Musik, etc. beziehen.

Geisteswissenschaften

humanities
les sciences humaines
Humanidades (fpl)


Def: Sammelbezeichnung für die Wissenschaften, die die Ordnungen in Staat, Gesellschaft, Recht, Sitte, Erziehung, Wirtschaft, Technik und die Deutungen der Welt in Sprache, Mythos, Kunst und Philosophie zum Gegenstand haben.
Quel: Brockhaus

Ant: Naturwissenschaften

GEMA


la SACEM, Société des auteurs compositeurs éditeurs de musique
GEMA (sociedad (f) alemana para proteger los derechos de autor en la música)


Def: Kurzform für Deutsche Gesellschaft zur Verwertung musikalischer Aufführungsrechte; die GEMA verwaltet die Nutzungsrechte der Musikschaffenden und leitet Lizenzbeträge an Komponisten, Textdichter und Musikverleger weiter. Sie ist eine Verwertungsgesellschsft in der Rechtsform eines wirtschaftlichen Vereins. Siehe: http://www.gema.de/

Gemälde

painting
le tableau
cuadro (el)


Def: Kunstwerk der Malerei

Geschichte

history
l'Histoire (f)
Historia (f)


Def:
1. Alles Geschehene, die Vergangenheit.
2. Die Darstellung der Vergangenheit durch die Geschichtsschreibung
3. Wissenschaft und Lehre von der Vergangenheit

Kon: Geschichte der Neuzeit, die Geschichte des Theaters, geschichtlich

Geschichtsklitterung

historical misrepresentaion
la falsification de l'histoire
falsificación (f) de la Historia / interpretación (f) tendenciosa de la Historia


Def: Verfälschende Geschichtsschreibung

Gotik

Gothic
le gothique
gótico (m)



Def: Die zweite große Stilepoche des Mittelalters - von ca. 1250 bis 1500- bezeichnet man als Gotik. Ihre Ursprünge finden wir bereits im 12. Jhdt. in Frankreich. Italien, England und Spanien besitzen ebenfalls zahlreiche gotische Baudenkmäler. Mit der Gotik verlässt die mittelalterliche Kunst endgültig die römische Überlieferung; sie erweist sich als eine von antiken Einflüssen befreite Neuschöpfung des Nordens. Der wesentliche Unterschied gotischer Bauwerke zur romanischen Bauform besteht in der Anwendung neuer Architekturteile: Kreuzrippengewölbe, Spitzbogen und Strebewerk. Sie ermöglichen eine starke Höhenentfaltung, neue Grundrissformen, die nicht mehr an das Quadrat gebunden sind, sowie eine weitgehende Auflösung der Mauer in Fenster, Tore und steinernes Schmuckwerk. Innen und außen weicht die massige Materie des romanischen Bauwerks einer Kunst der Schwerelosigkeit und Entkörperlichung des Raumes.
Anm: Vom italienischen Künstler und Künstlerbiographen der Renaissance Giorgio Vasari abfällig als "stile gotico" benannt. Ein Stil, der von den Goten, den "Barbaren aus dem finsteren Norden, geschaffen worden war und der eigenen von der Antike geprägten Anschauung wesensfremd war."




H

Historiker

historian
l'historien (m)
historiador (m)


Def: Wissenschaftler oder Forscher auf dem Gebeit der Geschichte

historisch

1. historical 2. historic
historique histórico


Def:
1. die Geschichte betreffend; z.B. die historische Entwicklung des Kulturbegriffes
2. geschichtlich bedeutungsvoll, wichtig; z.B. Das war ein historischer Moment für die Menschheit.

Hochkultur

advanced civilisation
la civilisation évoluée
civilización (f) avanzada


Def: Im Gegensatz zu "primitiver", "niederer" Kultur und zu traditionellen "Volks"-Kulturen ländlich-agrarwirtschaftlicher Gesellschaften bezeichnet Hochkultur Kulturkreise verschiedener historischer Epochen.
Heute wird der Begriff "Hochkultur" vielfach auch im Gegensatz zu den vom offiziellen Kulturbetrieb bzw. von den diesen bestimmenden gesellschaftlichen Schichten (noch) nicht als "Kunst" oder "Kultur" anerkannten Formen kultureller Aktivitäten gebraucht (z.B. die "Subkultur", "Gegenkultur" oder "Alternativkultur" nichtsubventionierter gesellschaftlicher Randgruppen).
Quel: http://jue.hypermart.net/lmd/hp/lehrmittel/lexikon.pdf

Hörspiel

radio play
une pièce radiophonique, le théâtre radiophonique
pieza/obra (f) de teatro radiofónico / pieza/obra (f) de radioteatro


Def: Für und durch den Rundfunk entwickelte dramatische Literaturgattung, die nur auf das Hören zugeschnitten und durch starke Konzentration der Handlung und geringe Personenzahl gekennzeichnet ist.
Quel: Wahrig

Hommage

homage (to)
l'hommage (m)
homenaje (m)


Def: Huldigung eines Künstlers und seines Werkes

Humanismus

humanism
l'humanisme
humanismo (m)


Def: Die Geisteshaltung der Renaissance, gekennzeichnet durch eine erneute, intensive, auf Quellenstudium gestützte Wiederbelebung des antiken Gedankengutes. Im Vordergrund steht die sorgfältige Pflege (Sammlung, Interpretation, Edition, Kommentierung) der antiken Überlieferung, dann auch der Versuch, die antiken Autoren nachzuahmen. Der Humanismus entstand in Italien und breitete sich über ganz Europa aus.
Quel: http://jue.hypermart.net/lmd/hp/lehrmittel/lexikon.pdf.




I

Impressionismus

impressionism
l'impressionnisme
impresionismo (m)


E. Dégas: Chanteuse de Café-Concert (1878)

Def: In der Malerei Stilrichtung , die im 3.Viertel des 19. Jhdts. in Frankreich als Bewegung gegen die erstarrten Kunstlehren des bürgerlichen Akademismus entstand. Im engeren Sinn eine Gruppe französischer Maler, die sich im offiziellen Pariser "Salon" nicht durchsetzen konnte und deshalb zum erstenmal 1874 mit einer eigenen Ausstellung an die Öffentlichkeit trat. Ihren Namen gab sich die Gruppe nach dem Titel eines Bildes von Claude Monet, das ein Kritiker abschätzig erwähnte. Wichtige Vertreter: Claude Monet, Edouard Manet, Auguste Renoir, Edgar Degas, Camille Pissaro, Alfred Sisley, Berthe Morisot; die Neoimpressionisten Georges Seurat, Paul Signac; in der Plastik: Auguste Rodin.
In der Musik des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jhdts. eine durch Claude Debussy und Maurice Ravel vertretene Richtung, die gekennzeichnet ist durch ihre Tendenz zu formaler Auflösung und zu konturarmem, fließendem Klangfarbenspiel. Im Sinne der Romantik ist der musikalische I. angelegt auf die Erzeugung von Natur- und Anregung von Gefühlsstimmungen. "Die Musiker sind dazu ausersehen, den ganzen Zauber einer Nacht oder eines Tages, der Erde oder des Himmels einzufangen. Sie allein können ihre Atmosphäre oder ihren ewigen Pulsschlag erwecken." (Claude Debussy)
Quel: http://jue.hypermart.net/lmd/hp/lehrmittel/lexikon.pdf

improvisieren

to improvise
improviser
improvisar


Def:
1. Etwas ohne Vorbereitung, aus dem Stegreif tun
2. etwas mit einfachen Mitteln herstellen bzw. durchführen.

Innenarchitektur

interior design
la décoration intérieure
decoración (f) de interiores (mpl)


Def: Gestaltung von Innenräumen (Einbauten, Mögelausstattung etc.)

Inspizient

stage manager
le chef de plateau
traspunte (m)


Def: Position im Theaterbetrieb. Der Inspizient überwacht den Ablauf einer Vorstellung und ist für deren reibungslosen Ablauf (Auftritte der Schauspieler, Sänger, Tänzer, Heben und Senken der Vorhänge, Umbauten usw.) verantwortlich.
Quel: http://jue.hypermart.net/lmd/hp/lehrmittel/lexikon.pdf

Inszenierung

1. staging of a play 2. production
la mise en scène
escenificación (f) / puesta (f) en escena


Def:
1. Vorbereitung, Bearbeitung, Einrichtung, Einstudieren und die künstlerische Gestaltung eines Bühnenwerkes
2. zugleich das Endprodukt dieser Arbeit, d.h. das vom Regisseur gestaltete Gesamtkunstwerk.
Kon: ein Stück inszenieren

Intellektueller

intellectual
l'intellectuel, l'intellectuelle
intelectual (m)


Def: Person, die wissenschaftlich, kulturell und künstlerisch gebildet ist und sich mit geistiger Arbeit beschäftigt.

Intendant

theatre manager, director of a TV company
l'administrateur (d'un théâtre), le directeur d'une chaîne de télévision, le directeur d'une station de radio
director (m) (de un teatro)


Def: Leiter eines Theaters, einer Fernseh- oder Rundfunkanstalt; der Alleinberantwortliche für den Betrieb und die Programmgestaltung.

interkultureller Dialog

intercultural dialogue
le dialogue interculturel, le dialogue entre les représentants de différentes cultures
diálogo (m) intercultural


Def: Dialog zwischen Personen aus verschiedenen Kulturkreisen

interkulturelle Kommunikation

intercultural communication
la communication interculturelle
comunicación (f) intercultural


Def: Interkulturelle Kommunikation bezeichnet Kontaktsituationen, in denen die Kommunizierenden aus unterschiedlichen Nationalkulturen kommen, verschiedene Einzelsprachen sprechen und von verschiedenen Werten, Normen und Konventionen ausgehen. Damit einhergehend differieren ihre Erwartungen in Bezug auf das sprachliche und nonverbale Verhalten des jeweils anderen.

interkulturelle Kompetenz

intercultural competence
la compétence interculturelle
competencia (f) intercultural


Def: Interkulturelle Kompetenz bezeichnet die Fähigkeit von Kommunizierenden, die kulturelle Differenz der Normen, Werte und Konventionen, d.h. auch der Erwartungen vorauszusetzen und dieser Differenz entsprechend sprachlich und nonverbal angemessen zu agieren. Letzteres erfordert die Kenntnis von Fremdsprachen, die Kenntnis der jeweils anderen Normen, Werte und Konventionen sowie die Beherrschung metakommunikativer sprachlicher Mittel.

interkulturelles Management

intercultural management
le management interculturel
gerencia (f) intercultural


Def: Strategien zur bewussten Steuerung von Prozessen, Aufgaben und Entscheidungen, die überall dort zum Einsatz kommen (in Organisation wie Unternehmen, aber auch im Gemeinwesen), wo Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen miteinander aufeinandertreffen und zielgerichtet interagieren (kommunizieren, arbeiten etc).




J

Jargon

jargon le jargon, l'argot (m) de métier
jerga (f), argot (m)


Def: Zu den Varianten der Umgangssprache gehören Argot, Jargon und Slang. Argot ist zum einen die Bezeichnung für die saloppe französische Umgangssprache, wird aber auch als Begriff für eine Sonder- oder Geheimsprache benutzt, die von sozialen Randgruppen verwendet wird, um sich von Außenstehenden abzugrenzen.
Eine ebenso informelle, saloppe Variante der Umgangssprache ist der Slang. Er zeichnet sich besonders durch neuartige Verwendung des vorhandenen Vokabulars sowie durch Wortneuschöpfungen aus und wird ebenfalls von sozialen Gruppen verwendet. Slang wird oft mit Argot gleichgesetzt.
Eine weitere Variante der Umgangssprache ist der Jargon, eine Sprachform, die sich von der Standardsprache durch einen gruppen- oder fachspezifischen Wortschatz unterscheidet.
Argot, Jargon und Slang sind schwer voneinander abzugrenzen - häufig werden die Begriffe gleichbedeutend verwendet.

Jazz

jazz
le jazz
jazz (m)


Blue Note (traditionsreicher Jazzclub in New York)

Def: Der Jazz ist eine aus dem Zusammentreffen afrikanischer und afro-amerikanischer sowie europäischer Musiktraditionen entstandene Musik vornehmlich improvisatorischen Charakters. Seine direkten Wurzeln liegen in geistlichen und sekulären Musizierformen des 19. Jahrhunderts. Der Jazz entwickelte sich im 20. Jahrhundert von einer im Brauchtum verwurzelten mehr oder weniger regional bedeutsamen Musik (New Orleans) über seine Funktion als Popularmusik (Swing) hin zu einer Kunstmusik mit mehr oder weniger breitem Publikumsverständnis (Bebop, Free Jazz). Die unterschiedlichen Stilrichtungen innerhalb dieser Entwicklung weisen einzelne musikalische und ästhetische Charakteristika auf, die sie als Stile des Jazz identifizieren. Solche Charakteristika sind beispielsweise: Improvisation, swing (zum Unterschied zwischen Swing und swing s.u.), eine spezielle Art der Tonbildung und Instrumentenbehandlung, stilistische Individualität einzelner Musiker, sowie ein Traditionsbezug auf vorhergegangene Stile der Jazzgeschichte.
Musikalische Charakteristika des Jazz sind meist auf die afrikanische bzw. afro-amerikanische Traditionslinie seiner Vorgeschichte zurückzuführen, also beispielsweise auf orale Überlieferungsmuster, auf eine von europäischer Musik abweichende Funktion der Rhythmik, auf ein bestimmtes Klangideal, auf eine emotional-motorische Musizier- und Rezeptionshaltung. Europäische Momente lassen sich vor allem in technischen und außermusikalischen Voraussetzungen der Musik und ihrer Vermittlung erkennen: in Repertoire und Formensprache, in der Instrumentenwahl, später in einer Virtuosen-Ästhetik, der Vermarktung des Jazz innerhalb der Gesellschaft oder in Präsentationsformen der Musik. Die Stilbreite des Jazz reicht musikalisch von archaischen Melodieparaphrasen in unbegleiteter Manier oder kollektiver Variantenheterophonie über virtuose solistische Improvisation auf der Basis bekannter Form- und Harmonieschemata bis hin zur auf die Reaktion des Augenblicks gezielten mehr oder weniger von Absprachen freien Improvisation des Free Jazz. Rezeptionsgeschichtlich umfaßt der Jazz genauso die im Brauchtum verwurzelte Musik wie die in der Massenkultur vermarktete Popularmusik oder eine elitäre Minderheitenmusik – wobei solche Eckpunkte durchaus nicht als chronologische Beschreibung der Rezeptionsgeschichte verstanden werden sollen, sondern Rezeptionstypen zu verschiedenen Zeiten der Jazzentwicklung bezeichnen. In der Ästhetik des Jazz schließlich spielen Auseinandersetzungen mit vorgegebenen (europäischen) ästhetischen Modellen eine Rolle. Hier findet sich zum einen die Entwicklung von einer Volksmusik- zu einer Kunstmusik-Ästhetik, der Versuch einer ästhetischen Einordnung in Kategorien und Begriffen, die dem europäischen Kunstverständnis entsprechen (klassischer Jazz, progressiver Jazz, New Jazz) sowie die dauernde Auseinandersetzung mit dem ästhetischen afro-amerikanischen Erbe.
Quel: http://www.darmstadt.de/kultur/musik/jazz/history/Jazzhistory-1.htm

Jugendstil

Art Nouveau l'Art Nouveau
Art Nouveau (m)
Syn: Art Nouveau, Sezessionsstil
Def: Deutsche Bezeichnung für eine Stilrichtung der europäischen Kunst von etwa 1915, die sich gegen den Historismus wandte. Der Name leitet sich von der seit 1896 in München erscheinenden Zeitschrift "Jugend" ab, die durch ihre neuartige typographische Gestaltung auffiel. DerJugendstil ist die Zusammenfassung zahlreicher künstlerischer und vor allem kunsthandwerklicher Reformbestrebungen, die, um die Mitte der 2.Hälfte des 19. Jhdts. von England ausgehend (William Morris), die Bedrohung der Kultur durch die beginnende Hochindustrialisierung sowie die mit ihr verbundene gedankenarme Nachahmung historisierender Stile bekämpfen wollte. Der neue Formwille, der sich rasch über ganz Europa ausbreitete , schuf eine neuartige großzügige Ornamentik, die durch abstrahierte und ins Dekorative umgesetzte pflanzliche Motive sowie flächige Gestaltung gekennzeichnet ist. Die bedeutendsten Leistungen des Jugendstils liegen im Bereich des Kunsthandwerks.
Wichtige Vertreter: die Belgier Victor Horta und Henry van de Velde, in England Aubrey Beardsley, die Deutschen Joseph Olbrich, Erich Mendelssohn und Peter Behrens, in Frankreich Emile Gallé und Louis Comfort Tiffany.
Quel: http://jue.hypermart.net/lmd/hp/lehrmittel/lexikon.pdf

Der Jugendstil ist durch barocke Fülle vor allem dekorativer Natur und durch die Überfülle pflanzlicher Motive und sich schlängelnder Linien gekennzeichnet. Das Ornament steht hier im Vordergrund, überwuchert den Inhalt, der sich dem Ornament unterwirft. Es gibt im ganzen nur wenige Motive: Charakteristisch sind die Linie, die Schlangenlinie, alles Fließende, Pflanzen, bewegtes Wasser, Schwan, Haare, die starr, leblos, steril zu einem abstrakten Ornament werden. Es ist eine Flächenkunst, zweidimensional, ohne jede Raumillusion.
Der literarische Jugendstil bedeutet eine Abkehr von der Eindruckskunst, stimmungsvolle Details und der Zerfall in Teilchen oder Punkte zerfallen. Der Dichter läßt die Natur nicht mehr auf sich wirken, sondern er greift in sie ein, formt, deformiert sie, die Naturgegenstände werden umstilisiert, bekommen Konturen. Seltenes, Exotisches, Märchenhaftes, Orientalisches, Ungewöhnliches, alles, was fern vom Alltag ist, bedeutet für die Künstler eine Möglichkeit, sich gegen die Angriffe und Anforderungen der Industrialisierung zu wehren. Einerseits vertritt man einen vitalen Lebensbegriff, ein Programm der Lebensfreude und des Genusses, macht Stimmung gegen Resignation, Endzeitstimmung. Andererseits kultiviert man gerade die Lust am Verfall, genießt den Luxus und auch die Neurosen, Morbides und Dekadentes.
Als Jugendstilautoren gelten Stefan George, Rainer Maria Rilke, Richard Dehmel, Theodor Däumler, Hugo von Hoffmannsthal, Ernst Stadler und Gerhart Hauptmann. http://www.museumonline.at/1996/schulen/pinka/jugendst.htm

Junges Deutschland

"Junges Deutschland" movement
le mouvement "Junges Deutschland" movimiento (m) "Junges Deutschland"


Def: Literarische Bewegung mit zeitkritischer Tendenz im Zeitraum zwischen 1820 und der Märzrevolution von 1848. Die wichtigste Phase des Jungen Deutschland liegt in der Zeit der Julirevolution (1830) und dem sogenannten Bundestagsbeschluss, durch den viele Schriftsteller, die sich bei allen persönlichen Differenzen durch Antiaristokratismus und Eintreten für eine republikanische Verfassung, Kampf für die Emanzipation der Frau, Presse- und Meinungsfreiheit verbunden wussten, in den Untergrund oder ins Ausland getrieben wurden.
Die Vertreter des Jungen Deutschland entwickelten einen geistvoll-aggressiven literarischen Journalismus und pflegten in besonderer Weise Darstellungsformen wie das Feuilleton, die Reiseskizze und den Reisebrief.
Quel: Netschool.de